Der VfL behält mit einem 28:24 (12:9) Arbeitssieg gegen Dessau die Oberhand

Wie erwartet beginnt die Partie vor den 1821 Zuschauern von Anfang an kampfbetont. Dessau trifft zwar zum 1:0 aber der VfL gleicht direkt durch Oliver Milde aus. Immer legt Dessau ein Tor vor und der VfL gleicht aus. In der 11. Spielminute ist es dann Thees Glabisch der die erste Führung zum 4:3 herstellt, die 2 Minuten später von Oliver Milde auf 5:3 ausgebaut wird. Das Spiel wird hart aber fair geführt und so steht es zur Hälfte der 1. Halbzeit nach gelben Karten 2:3 aus Sicht des VfL. In der 20. Spielminute nimmt Torge Greve die erste Auszeit und spricht taktische Maßnahmen ab. Das Spiel nimmt aber keinen gravierend anderen Verlauf. Es bleibt bei dem sehr kampfbetontem Charakter, beide Teams schenken sich nichts und so ist es keine Überraschung, dass es in der 26. Spielminute nur 8:8 steht. Bei den Gästen ist es vor allen Dingen Phil Dohler im Tor, der bis dahin 3 Siebenmeter des VfL entschärft und mit 37% eine vorzeigbare Quote hat. Im weiteren Verlauf spürt das Publikum, angespornt von einem Toni Podpolinksi Doppelpack zum 9:8 bzw. 10:8, das die Unterstützung für die eigene Mannschaft wichtig ist. Getragen von der Anfeuerung von den Rängen kann der VfL durch Fynn Ranke und Thees Glabisch mit 12:9 eine 3 Tore in die Pause mitnehmen.
Nach der Unterbrechung findet Dessau zunächst den besseren Start und verkürzt auf 12:11. In der 35. Spielminute wird die Führung des VfL von Jonas Honicke egalisiert. Dies veranlasst Cheftrainer Torge Greve erneut eine Auszeit zu nehmen. Der hektischen Partie tun einige Entscheidungen der Unparteiischen gar nicht gut, da diese vom Publikum teilweise komplett anders gesehen werden. Diese Unruhe beherrscht weiterhin das Spiel und es lebt weiter von Einzelaktionen z.B. von Jan Schult der in der 46. Spielminute zum 21:19 trifft. In der 52. Spielminute steht es 24:24, kein Team konnte sich bislang entscheidend absetzen. Dann sind es Markus Hansen und Thees Glabisch per Tempogegenstoß, die den VfL in der 55. Spielminute mit 26:24 in Front bringen. Dies veranlasst Gästetrainer Uwe Jungandreas sein Team in einem Time-Out zu sich zu bitten und für die Schlußphase einzustellen. In der 57. Spielminute steigt Thees Glabisch dann von außen hoch und wird von seinem Gegenspieler gefoult, den daraus resultierenden 7-Meter kann Tim Claasen zum 27:24 verwandeln. Im Gegenzug scheitert Dessau beim 7-Meter an Dennis Klockmann. Nach einer weiteren Parade von Dennis KLockmann kann Jan Schult 45 Sekunden vor Schluß mit seinem vierten Treffer zum 28:24 alles klar machen. Es war mit Sicherheit kein Handball Leckerbissen, aber es war am Ende ein verdienter Arbeitssieg, mit dem der VfL die Reise zum ThSV Eisenach antreten kann.

Tore : Thees Glabisch (5/1), Oliver Milde (2), Toni Podpolinkski (3), Markus Hansen (3), Fynn Ranke (2), Jan Schult (4), Marius Fuchs (1), Tim Claasen (5/5), Jasper Bruhn (1), Antonio Metzner (2)

Tim Claasen (Nr. 28, VfL Bad Schwartau) und Toni Podpolinski (Nr. 8, VfL Bad Schwartau) sind nach einer langen Verletzungspause wieder auf der Platte. VfL Bad Schwartau vs Dessau-Rosslauer HV 06, Handball, 2. Liga, 17.02.17
Schön das sie nach langer Verletzungspause wieder mit dabei sein können – Tim Claasen (Nr. 28) und Toni Podpolinski (Nr. 8)

Co-Trainer Gerrit Claasen :“Das war das erwartet schwere Spiel, ganz sicher auch mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Wir waren zu Beginn nicht konsequent genug in der Deckung, haben aber dann unseren Rhytmus gefunden, um ihn dann kurz nach der Halbzeit wieder zu verlieren. Wir kommen dann aber über den Kampf und die geschlossen Mannschaftsleistung zum Erfolg.“

Tim Claasen (Nr. 28, VfL Bad Schwartau) beim Siebenmeterversuch. VfL Bad Schwartau vs Dessau-Rosslauer HV 06, Handball, 2. Liga, 17.02.17
Er kam, sah und traf fünfmal per 7-Meter – Tim Claasen (Nr. 28)

Tim Claasen :“Ich war den ganzen Tag vor dem Spiel angespannt und habe versucht den Druck von mir zu nehmen, nach anderthalb Jahren Pause wieder vor dieser tollen Kulisse auflaufen zu
können ist definitiv etwas sehr besonderes. Als ich reingekommen bin um den ersten 7-Meter zu werfen war ich unglaublich erleichtert, das der gepasst hat. Leider war das beim zweiten nicht
der Fall, aber Torge sagte mir geh da hin und mach ihn rein. Ich habe diese zweite Chance genutzt und bin froh, dass ich auch die weiteren 7-Meter erfolgreich verwandeln konnte – für mich heute ein tolles Spiel und ein ganz sicher ein Arbeitssieg für uns.“

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Die Spieler des VfL Bad Schwartau bei der Einlaufshow.

VfL Bad Schwartau vs Dessau-Rosslauer HV 06, Handball, 2. Liga, 17.02.17