Der VfL gewinnt vor einer tollen Heimkulisse verdient mit 31:21 im „Ostseederby“

Ausverkauft – 2114 Zuschauer finden trotz klirrender Kälte den Weg in die Lübecker Hansehalle.

Die Stimmung in der Halle ist von Beginn an positiv aufgeheizt und der VfL kommt mit Thees Glabisch zu seinem ersten Treffer und der 1:0 Führung. Die Abwehr des VfL steht sicher und aus dieser Situation heraus ergeben sich immer wieder Kontermöglichkeiten, die aber nur zum Teil verwertet werden können. In der 12. Spielminute kann Oliver Milde mit seinem Treffer eine 6:3 Führung für den VfL herstellen, aber irgendwie ist nicht zu spüren, dass dies ein Auftakt sein könnte oder ausbaubar ist. Wechselseitig peitschen die Fans ihre Teams nach vorne und unterstützen die Abwehrarbeit, trotz der Unterzahl sind die „Empor, Empor“ Rufe der mitgereisten Rostocker Fans nicht zu überhören. Aber auch die Fans des VfL merken, dass das Team von Torge Greve die Unterstützung benötigt, die er sich vor dem Spiel gewünscht hat. In den folgenden Minuten hat der VfL Probleme beim Abschluß und Rostock nutzt seine Möglichkeiten bestmöglich. Das Ergebnis ist der Ausgleich in der 17. Spielminute zum 7:7. Vfl Trainer Torge Greve nimmt daraufhin die erste Auszeit. Leider ergibt sich nicht der gewünschte Effekt, in der 25. Spielminute ist der VfL zwar mit einem Treffer in Führung kann sich aber nicht absetzen. Das Spiel bleibt spannend und kampfbetont. Auf beiden Seiten wird alles gegeben. Ein missglückter Kempa-Trick von außen mit Markus Hansen beendet die erste Hälfte beim Spielstand von 12:11 für den VfL.
Nach der Pause findet der VfL besser in das Spiel zurück. Zwei Tore von Markus Hansen und Thees Glabisch bringen den VfL mit 14:11 drei Tore in Front. Aber der VfL versäumt es diesen Vorsprung auszubauen und so verkürzt Rostock bevor Jan Schult mit seinem ersten Treffer und Christoph Wischniewski mit seinem dritten Tor die Führung in der 36. Spielminute das erste Mal auf 4 Tore zum Stand von 16:12 ausbauen können. Rostock nimmt daraufhin eine Auszeit, aber der VfL bleibt bestimmend und Thees Glabisch und Jan Schult erhöhen in der Folge auf 18:12. Eine weiterhin gute Abwehrleistung, aber eine deutlich effektiverer Angriff sind der Schlüssel zu diesem Spielstand. In der 42. Spielminute erzielt Bruno Zimmermann dann das 21:14 für den VfL und zwingt Gästetrainer Robert Teichert erneut zu einem Team-Timeout. An dem weiteren Verlauf ändert sich dadurch aber nichts. Der VfL zeigt, daß er eine der besten Abwehrreihen der Liga hat und der Angriff verwertet die sich ergebenden Möglichkeiten mit Konsequenz. Allen voran Thees Glabisch. Aber in der 48. und 49. Spielminute ist es dann zweimal Marius Fuchs der den ersten zweistelligen Vorsprung zum 26:16 herstellt. Eine Vorentscheidung, zumal
Dennis Klockmann einen weiteren völlig freien Wurf der Rostocker entschärft und damit die Halle einmal mehr in Fahrt bringt. Im Anschluß erhält DHB Junioren Auswahlspieler und Nachwuchstorwart Marino Mallwitz die Möglichkeit sich im Tor auszuzeichnen. Diese Gelegenheit nutzt er auch, denn der VfL Angriff schaltet in der Schlußphase einen Gang zurück und ist nicht mehr so zwingend erfolgreich, Rostock kann dies aber nicht nutzen, da die Abwehr des VfL weiter gut agiert. Als beim Spielstand von 29:21 nur noch gut zwei Minuten zu spielen sind, hält es in der Lübecker Hansehalle keinen Zuschauer mehr auf dem Platz und die Halle skandiert „Sieg, Sieg, Sieg !“. 10 Sekunden vor Schluß ist es auf Seiten des VfL Rickard Akerman der den 30. Treffer für den VfL erzielt, Rostock verkürzt dann aber noch einmal 1 Sekunde vor Spielende  zum Endstand von 30:23 durch Johannes Trupp.

Mit den 2114 Zuschauern dürfte der VfL die Führung in Bezug auf den Zuschauerschnitt in der 2. Liga übernommen haben. In der Tabelle klettert das Team um Kapitän Martin Waschul auf Platz 3 und setzt sich damit im oberen Tabellendrittel fest. Aus dieser Situation heraus kann das Team zum Wochenende optimistisch und motiviert in Richtung Aue aufbrechen.

Tore : Thees Glabisch (9/3), Oliver Milde (1), Rickard Akerman (5), Markus Hansen (2), Fynn Ranke (1), Bruno Zimmermann (1), Martin Waschul (1), Jan Schult (3), Sebastian Damm (2/1), Marius Fuchs (2), Christoph Wischniewski (3)

Rickard Akermann (Nr. 10, VfL Bad Schwartau) gegen Norman Floedl (Nr. 17, HC Empor Rostock) und Julius Heil (Nr. 10, HC Empor Rostock). VfL Bad Schwartau vs HC Empor Rostock, Handball, 2. Liga, 09.11.16
Ein kampfbetontes Spiel von Anfang an – Rickard Akermann (Nr. 10)

Co-Trainer Gerrit Claasen :“Die erste Halbzeit hat aus meiner Sicht kompletten Derby Charakter gehabt, wie sind in eine Menge Fehlerprozesse reingelaufen, die wir eigentlich vermeiden wollten. Aber das haben Derby´s nunmal so an sich. In der zweiten Halbzeit haben wir uns neu aufgestellt und sind mit einer ganz anderen Körperspannung aus der Kabine gekommen und dementsprechend
erheblich erfolgreicher gewesen. Am Ende haben wir die zweite Hälfte so dominiert, wie wir uns das auch vorher vorgestellt haben.“

Thees Glabisch (Nr. 2, VfL Bad Schwartau) im Konter gegen Tobias Malitz (Nr. 12, HC Empor Rostock). VfL Bad Schwartau vs HC Empor Rostock, Handball, 2. Liga, 09.11.16
Sicherer Schütze bei 7 Metern und bei Tempogegenstößen – Thees Glabisch (Nr. 2)

Thees Glabisch (Man of the match):“Ich war vor dem Spiel komplett motivert, die super Stimmung in einer vollen Hansehalle ist einfach großartig. Wir hatten ein paar Startschwierigkeiten, das lag auch daran, dass wir nicht wussten welche Abwehr Rostock spielen würde und wir benötigten eine gewisse Zeit uns entsprechend einzustellen. Aber dann konnten wir zeigen, dass wenn wir auf den Punkt spielen, sehr schwer sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff zu knacken bzw. zu bekämpfen sind.“

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Schwartaus Mannschaft freut sich nach dem Sieg.

VfL Bad Schwartau vs HC Empor Rostock, Handball, 2. Liga, 09.11.16