EMOTIONALER ABSCHIED IN GROSSWALLSTADT

Nach dem Spiel in Aschaffenburg trug ein Großwallstädter Fan ein Kreuz auf das Spielfeld, um damit den TVG nach der Lizenzverweigerung symbolisch zu Grabe zu tragen. Doch als die Mannschaft sich bei den Fans für die Unterstützung in der Saison bedankte, da waren es immerhin 1344 Zuschauer, die trotz Zwangsabstieg zum letzten Großwallstädter Spiel in der 2.Liga gekommen waren und ihrer Mannschaft großen Beifall zum Teil auch unter Tränen entgegen brachten.

Den Beifall gab es aber nicht nur für die Saisonleistung, sondern auch für den 23 : 21 Sieg über unseren VfL. Und dazu hatte unsere Mannschaft sicher auch das Abschiedsgeschenk großzügig aufgewertet. Die Mannschaft war nicht hingefahren, um dort die Punkte zu lassen. Aber die Ungewissheit, wie sich die Mannschaft von Trainer Handschke noch präsentieren würde, war groß. So äußerte es Henning Quade vor dem Spiel auch mit “ Wir wissen nicht, was uns erwartet, ein heißer Tanz oder ein willenloses Team“. Und die Wällster wollten, unsere Männer aber auch, denn schließlich wollte man sich doch für einen Tag im Bus mit Punkten belohnen. Und es sah nach dem ersten Durchgang, in dem beide Teams mehr durch Krampf und Fehler glänzten vom 13 : 12 für unseren VfL sehr erfolgsversprechend aus. Nicht zuletzt durch einen abermals großartig aufgelegten Dennis Tretow ( hätte an seinem Geburtstag mit 6 Treffern gern zum VfL-Sieg beigetragen) und einem Dennis Klockmann im VfL-Gehäuse. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Großwallstadt konnte bis zur 36 Minute mit 14 : 13 in Führung gehen, doch dann drehten Schwarz und Waschul das Spiel auf 15 : 17, was bis zur 48. Minute Bestand hatte. Zwei Zeitstrafen gegen den VfL waren dann wohl fast mit spielentscheidend. Großwallstadt konnte nun bedingt durch die lange Unterzahl ein 18 : 17 erzielen. In der Folge gab es eine weitere Strafzeit, es kam immer wieder zum Ausgleich bis zum 20 : 20. Nun hatte Christian Schwarz, der bisher vom Punkt immer erfolgreich war, die Chance zur erneuten Schwartauer Führung in der 57 Minute.

Leider patzte er und im Gegenzug verwandelte nun Großwallstadt einen Strafwurf zur Führung. In eineinhalb Minuten wurde nun das bis dahin stets offene Spiel zugunsten der Heimmannschaft mit 23 : 21 entschieden. Hätte das Ergebnis so aus Schwartauer Sicht ausgesehen, wäre das nach dem Spielverlauf auch in Ordnung gewesen. Ein Unentschieden allerdings hätte der gerechteste Ausgang sein können. Fazit: es war ein typisches Saisonendspiel, an dem mehr als deutlich wurde, wie ausgelaugt die Spieler zu einem solchen Zeitpunkt des Spieljahres sind. Die Chance, sich mit 40 Punkten zu belohnen, war leider nicht genutzt. Nun bleibt aber Zeit dazu, dies im letzten Spiel am nächsten Sonntag gegen Rimpar zu schaffen. Das sollte auch für alle Fans ein Ziel mit sein.

Schließlich wollen wir doch allen scheidenden Spielern, vor allem aber unserem Birdy zu einen würdigen Abschied verhelfen . Also Hansehölle, zum letzten Spiel der Saison wie immer: „Packen wir es gemeinsam an“

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LeidenschafTIGER