VfL verliert gegen Favoriten Minden mit 21:25 – Handballfest durch Mindener Krawallmacher überschattet

Das letzte Spiel vor Weihnachten gegen den Topaufstiegsfavoriten Minden sollte neben einem sportlichen Leckerbissen auch eine schöne Veranstaltung werden, die aber von zumeist angetrunkenen Mindener Krawallmachern zu Nichte gemacht wurde.

Tolle Unterstützung für den VfL - Tills Löwen aus Mölln Gut gefüllte Hansehalle

Eine gute Stunde vor Spielbeginn löste ein Backofen des Caterer in der Hansehalle einen Feueralarm aus, der unverzüglich automatisch die LÜbecker Berufsfeuerwehr mit 5 Löschzügen vor die Hansehalle beorderte. Zum Glück war es aber eben nur ein Fehlalarm. In der Nachbetrachtung des gesamten Heimspiel wohl aber auch die Ankündigung für noch mehr Stress in der Folge.

2057 Zuschauer (Saisonrekord) waren in die Lübecker Hansehalle gekommen, um das Spiel gegen GWD Minden zu sehen. Das Spiel begann ausgeglichen und der VfL machte deutlich, dass er sich auf keinen Fall einfach geschlagen geben würde. Bis zur Mitte der ersten Hälfte war der VfL auf Augenhöhe, hatte sogar einiges Wurfpech und so stand es in der 16. Spielminute 4:5 für die Gäste aus Minden. Danach fand GWD Minden besser in die Partie und erarbeitete sich in der 18. Spielminute die erste 3 Tore Führung. Der VfL versuchte dran zu bleiben, Dennis Klockmann hielt seine Mannschaft im Spiel. Der VfL Angriff seinerseits scheiterte aber immer wieder an einem sehr gut aufgelegten Daniel Eijers im Mindener Tor. Hinzu kamen einige Schiedsrichterentscheidungen, die das Publikum ganz anders als die beiden Referees bewertete und die dazu führten, dass die sehr gut gefüllte Halle entsprechend lautstark ihren Unmut äusserte.
Mit einem 9:12 ging es dann zur Pause in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff erwischte Minden den besseren Start und erhöhte um 2 Treffer auf 9:14. Diese 5 Tore Führung schmolz bis zur 47.
Spielminute beim 15:18 auf einen 3 Tore Vorsprung, aber man konnte trotzdem nicht den Eindruck gewinnen, dass das Spiel kippen würde. Der VfL war weiterhin nach Kräften bemüht sich heranzukämpfen, Minden hatte jedoch auf alles die richtige Antwort, im Gegensatz zu den Unparteiischen, die mit ihren Entscheidungen nach wie vor Unmut beim Publikum hervorriefen. In der 57. Spielminute entschärfte Dennis Klockmann den Wurfversuch von Christoffer Rambo jedoch scheiterten danach sowohl Rickard Akerman als auch Markus Hansen an Kim Sonne im Tor der Gäste. Der VfL hatte ein gutes Spiel gezeigt, die Leistung reichte jedoch noch nicht um einen so starken Gegner wie Minden ernsthaft in Bedrängnis zu bringen und so gewannen die Gäste
verdient mit 21:25 und bleiben punktgleich mit dem HC Erlangen an der Tabellenspitze.

6 mal erfolgreich - Rückraum Kanonier - Jan Schult 19 Trotz guter Leistung verloren - Dennis Klockmann 32

Was sich allerdings während des Spiels ereignete, war alles andere als sportlich, denn einige Mindener Anhänger benahmen sich in der Halle komplett daneben, indem sie mehrere Spielunterbrechungen verursachten. Sie kippten u.a. Bier auf das Spielfeld und suchten den Streit mit den Ordnungskräften. Nach der Halbzeitpause gaben die unbelehrbaren Randalierer immer noch keine Ruhe und wurden dann vom Ordnungsdienst aus dem Gästeblock verwiesen. Im Foyer der Hansehalle kam es dann zu einer Massenschlägerei in deren Verlauf neben Tischen, Stühlen
und Werbeträgern auch mehrere Personen Schaden erlitten. Die herbeigerufene Polizei konnte im Anschluß an die Auseinandersetzung jedoch die Beteiligten ermitteln. Alle VfL Mitarbeiter, die im Foyer die Situation mitverfolgen mussten waren geschockt. Derartiges kennt man beim Handball nicht. Bleibt zu hoffen, dass die Vorgänge aufgeklärt werden können, die Täter zur Verantwortung gezogen werden und die Vereinsverantwortlichen entsprechend handeln.

Geschäftsführer Michael Friedrichs:“Ich bin vor dem Spiel von den Mindener Offiziellen darüber informiert worden, dass neben den tatsächlichen Fans auch bereits in der Vergangenheit auffällig
gewordene Störenfriede mit anreisen werden, diese jedoch von Hotte Bredemeier in Gesprächen zu Ruhe gebracht würden und damit kontrollierbar sind. Das war absolut nicht zutreffend ! Die Situation während des Spiels in der Halle und anschliessend im Foyer der Hansehalle ist komplett eskaliert, von Kontrolle war nichts zu spüren, zumal Hotte Bredemier auch nicht anwesend war. Es gab im Foyer diverse Sachbeschädigungen während der Auseinandersetzung mit unseren Ordnern, die im übrigen zu jeder Zeit Herr der Lage waren und versucht hatten die Situation gewaltfrei zu lösen. Im Zuge der Auseinandersetzung gab es ebenfalls Körperverletzungsdelikte die direkt von der Polizei aufgenommen wurden. Ich werde am Montag Kontakt zur HBL
aufnehmen, um dort über die Vorgänge zu sprechen, derartige Gewaltsituationen sind nicht tolerierbar, zudem es bekannt war dass es Unruhestifter gibt.“

Die Mindener Anhänger kippten Bier auf das Spielfeld Mindener Spieler versuchten zu beruhigen - leider ohne Erfolg Braucht kein Mensch - Krawallmacher

Pressesprecher Frank Barthel:“Bereits während des Spiels mussten die Unparteiischen die Partie mehrfach unterbrechen, da aus dem Mindener Gästeblock von angetrunkenen Mindener Fans u.a. Bier auf das Spielfeld gegossen wurde. Das ist für sich schon eine Situation, die es sonst so nicht gibt. Wie sich zeigen sollte war das aber erst der Anfang vom Übel, denn nachdem die betrunkenen Mindener Anhänger ein Alkoholverbot ausgesprochen bekamen, wurden sie aggressiv und unleidig. Von den Ordnern aus dem Gästeblock in das Foyer geleitet ging dort das Spektakel richtig los. Ich habe die dort vom VfL anwesenden Erwachsenen gebeten alle Kinder aus dem Foyer zu bringen, bevor die bis dahin vornehmlich verbalen Attacken der Mindener umschlagen. So kam es dann ja leider auch, in zweiter Reihe hinter unseren Ordnern stehend konnte ich mitverfolgen, dass die Mindener Hooligans die Halle einfach nicht verlassen wollten, sie provozierten unsere Ordner permanent und wurden handgreiflich. Die Situation eskalierte und es flogen Stühle und Tische. Zum Glück konnten die Ordner die Situation unter Kontrolle bringen. Die Hooligans wurde aus der Halle geschafft. Das war es aber noch nicht, denn sie versuchten sich an den unterschiedlichen Eingängen der Hansehalle wieder Zutritt zu verschaffen. Für mich der erste Vorfall dieser Art im Handball – es ist eine Schande! Der Schaden, der durch dieses Pack unserem Sport zugefügt wird, ist so schnell nicht reparabel. Die Verantwortlichen in Minden sollten erkennen, das Reden allein nicht hilft. Man muss dieses Thema Aufarbeiten. Das sich zu den Vorfällen auch zwei Tage später auf der Mindener Homepage kein einziges Wort findet, verwundert in diesem Zusammenhang um so mehr.“

Tore: Oliver Milde (4), Rickard Akerman (2), Markus Hansen (2), Martin Waschul (1), Jan Schult (6), Daniel Pankofer (3), Marius Fuchs (1), Christoph Wischniewski (2)

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Gruppenbild mit Tiger - HSG Tills Löwen mit dem VfL